Bundesbank fordert europäische Alternative zu Big Techs im Zahlungsverkehr

Die europäischen Anbieter im Zahlungsverkehr müssen aus Sicht von Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz auf die Herausforderungen durch die großen amerikanischen und chinesischen Techkonzerne reagieren.

„Für die europäischen Anbieter besteht Handlungsbedarf,“ schreibt Balz im Handelsblatt in einem gemeinsamen Gastbeitrag mit seiner französischen Amtskollegin Sylvie Goulard, die Vizechefin der französischen Notenbank ist. Als Antwort sehen die beiden die European Payment Initiative, zu der sich europäische Banken zusammengeschlossen haben, um ein gemeinsames Zahlungssystem aufzubauen. „Die European Payment Initiative bietet die Chance, europäische Interessen zu bündeln und Unabhängigkeit zurückzuerlangen.“

Für eine Neuordnung der europäischen Zahlungsverkehrslandschaft seien erhebliche Investitionen nötig. Die Behörden und Zentralbanken in Europa seien bereit, die European Payment Initiative und andere Marktinitiativen im Rahmen ihrer Mandate zu unterstützen. Von zentraler Bedeutung ist dabei aus Sicht von Balz und Goulard, dass Banken und Zahlungsdienstleister in Europa die aktuelle Dynamik nutzen und überzeugende Lösungen liefern, „die die Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Europas unterstützen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Verbraucher sowie der Unternehmen erfüllen.“

Ein Kommentar

  1. „Für die europäischen Anbieter besteht Handlungsbedarf,“ — hat sich Markus Braun bestimmt auch gedacht und jetzt muss er in der Wäsche nach 1,9 Mrd. Euro suchen… aber nein, die Aussage ist schon korrekt. Eine Abhängigkeit von jenseits des großen Teichs ist nicht gut.

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