Auto1 FT: Deutsche Bank und Allianz steigen aus

Die frühere Finanzierungstochter von Auto1, Auto1 FT, verliert nach der Trennung von der Gebrauchtwagenplattform Auto1 zwei renommierte Anteilseigner.

Die Deutsche Bank und die Allianz-Beteiligungsgesellschaft Allianz X haben am Montag den Rückzug aus einer Holding von Auto1 FT in Luxemburg notariell besiegelt. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld der Beteiligten. Allianz X bestätigte den Rückzug auf Anfrage, wollte den Schritt aber nicht kommentieren.

Den Handelsblatt-Informationen zufolge waren die beiden Finanzkonzerne dabei bereit, ihre jeweils niedrig einstelligen Millionen-Euro-Investitionen komplett abzuschreiben. Sie fürchten offenbar um ihren guten Ruf und die Beziehungen zu Auto1, das an die Börse strebt. Hintergrund ist ein Streit zwischen Auto1 und dem Mehrheitsgesellschafter von Auto1 FT, Bensen Safa. Dieser will die Entwicklung von Auto1 FT nun mit der Solarisbank als Partner vorantreiben.

Der Konflikt mit der einstigen Partnergesellschaft geht weiter: Direkt nach dem Rückzug der beiden Konzerne beschloss die Gesellschafterversammlung der Auto1-FT-Holding nach Handelsblatt-Informationen, eine Reihe von Klagen gegen frühere Geschäftsführer von Auto1 FT einzureichen, darunter Auto1-Gründer Hakan Koc. Safa unterstellt ihnen in mehreren Punkten Fehlverhalten – von strittigen recchnungen bis zu vernachlässigten Informationspflichten.

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