Fords Europa-Chef verteidigt Elektrostrategie und sendet Kampfansage an Tesla

Trotz seiner akuten Probleme mit dem Plug-in-Hybrid Kuga glaubt Ford Europa an einen Erfolg seiner Elektrostrategie.

„Die Signale sind ziemlich eindeutig: E-Autos legen kräftig zu – und das nicht nur wegen staatlicher Subventionen“, sagte Ford-Europa-Chef Stuart Rowley im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der zweitgrößte US-Autohersteller sieht sogar die Chance, Branchenführer Tesla herausfordern zu können.

Ford bringt dafür im kommenden Jahr ein elektrisches SUV auf den europäischen Markt:  den Mustang Mach-E. „Ich glaube, dass das Auto besser ist als der Tesla Y, definitiv“, sagte Europa-Chef Rowley. 2023, zwei Jahre später, soll der zweite rein batteriebetriebene Pkw von Ford Europa dazukommen. „Das wird ein kleineres Auto“, erklärte Rowley. Ford verwendet für den Wagen die neue Elektroplattform aus dem VW-Konzern („MEB“).

„Unsere Vereinbarung mit Volkswagen lässt zu, dass wir möglicherweise auch ein weiteres reines Elektroauto produzieren können“, ergänzte Rowley. Ein drittes E-Auto sei auf jeden Fall sinnvoll. „Gerade auch aus produktionstechnischer Sicht, um eine Fabrik ausreichend auslasten zu können.“

„Mit der Restrukturierung sind wir gut unterwegs“, fügte Europa-Chef Rowley hinzu. „Zum Ende des dritten Quartals haben wir die Stellenzahl in Europa etwa um 9.000 reduziert, ungefähr 10.000 sind insgesamt geplant.“ Das ist etwa ein Fünftel der gesamten europäischen Belegschaft.

2 Kommentare

  1. Rowley hat damit bereits seinen Rücktritt eingeläutet. Man wir ihn bei Ford für den totalen crash der Traum-E-Mobilität verantwortlich machen.
    Physikalische Gesetzmäßigkeiten ( Energierhaltungssatz ) kann man nicht manipulieren. Auch Grün-rote nicht.

  2. Neun Tage nach der ersten bundesweiten Lieferung mit AstraZeneca-Impfstoff gehen die Länder sehr verhalten mit dem Mittel um. Das geht aus Recherchen des Wirtschaftsmagazins „Business Insider“ hervor.

    Bundesweit wurden seit 7. Februar gerade mal rund 50.166 der bislang 736.800 gelieferten Dosen verimpft. Das ist nicht einmal jede zehnte Dosis. Und dabei müssten die Länder nicht zurückhaltend sein, da bis Ende Februar weitere 1,8 Millionen Dosen geliefert werden sollen. Grund für die Zurückhaltung ist laut den Recherchen die Verunsicherung, ob das Mittel ausreichend wirksam ist. Studien hatten eine Wirksamkeit von 70 Prozent ermittelt, 20 Prozent weniger als die Impfstoffe von Biontech und Moderna. Dazu darf das Mittel aufgrund einer umstrittenen Datenlage aktueller Studien in Deutschland nur für unter 65-Jährige verimpft werden.

    Impftermine würden darum „massenhaft“ ausfallen, berichtet „Business Insider“ unter Berufung auf Kreise des Gesundheitsministeriums. Eine Sprecherin des Saarländer Gesundheitsministeriums bestätigt für ihr Land: „Uns sind Fälle bekannt, bei denen Personen das Impfangebot mit AstraZeneca ablehnen“. Die Termine würden dann an andere Menschen gegeben werden, da man sich bundesweit aktuell nicht aussuchen kann, mit welchem Mittel man geimpft wird. Auch der Chef eines Impfzentrums einer deutschen Millionen-Metropole erklärt gegenüber „Business Insider“, dass man wegen der Skepsis hinsichtlich der Wirkung des Mittels zurückhaltend mit dem Impfstoff arbeite. Selbst die Behörden seien skeptisch, sodass Impf-Einladungen teilweise bewusst noch nicht an unter 65-Jährige verschickt worden seien, obwohl Dosen ja verimpft werden könnten. Stattdessen konzentriere man sich weiter auf die Hochbetagten.

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