Deutsche sehen fünf Krisen in nächster Legislaturperiode

BERLIN. Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingskrise, Klimakrise – die 16-jährige Regierungszeit Angela Merkels war krisengeplagt. Doch auch in der kommenden Legislaturperiode sehen die Deutschen fünf große Krisen heraufziehen: 26 Prozent sehen den Klimawandel und Naturkatastrophen als das größte Risiko der kommenden Jahre, 18,3 Prozent Finanz- und Wirtschaftskrisen, 17,3 Prozent die steigende soziale Ungleichheit, 13,4 Prozent Terror und geopolitische Konflikte und 12,7 Prozent die Finanzierung des Rentensystems.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer von der Unternehmensberatung FTI Consulting beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage. Die Ergebnisse der Umfrage liegen „Business Insider“ exklusiv vor. Dafür wurden 2501 per Zufallsprinzip ausgewählte Personen befragt, wobei ein statistischer Fehler von 3,2 Prozent zu berücksichtigen ist.

Diese künftigen Krisen zu meistern, trauen die Befragten vor allem einer Koalition zu: der Ampel. Fast die Hälfte der Studienteilnehmer traut einer Regierung aus SPD, Grünen und FDP am ehesten zu, die anstehenden Krisen zu lösen. Von einer Jamaika-Koalition glauben dies nur etwa halb so viele Befragte (23,1 Prozent) – und von einer großen Koalition gar nur 9,8 Prozent.

Auch auf die Frage, welche Koalition jede einzelne Herausforderung am besten lösen könnte, antwortete die Mehrheit immer: die Ampel. Besonders groß ist das Vertrauen der Befragten in eine solche Koalition bei den Herausforderungen der Klimakrise (50,8 Prozent), der Finanzierung der Altersvorsorge (50 Prozent) und der wachsenden Ungleichheit (53,3 Prozent). Bei den Herausforderungen möglicher Finanz- und Wirtschaftskrisen sowie des Terrors und der Geopolitik ist der Abstand zu einer Jamaika-Koalition zwar kleiner. Doch auch hier trauen die Befragten Rot-Grün-Gelb am meisten zu: 45,8 Prozent und 35,9 Prozent halten die Ampel auch mit Blick auf diese Herausforderungen für die beste Koalition.

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