Staat vergibt Beratermandate für Corona-Fonds WSF

Etwa eineinhalb Dutzend Beratungsgesellschaften haben Mandate für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten.

Nach F.A.Z.-Informationen gehören dazu große Häuser wie Lazard und KPMG und kleine wie Ludwig & Co. und Pareto. Der gesamte Honorartopf ist mit 26,5 Millionen Euro vergleichsweise überschaubar. Die Mandate dürften aber in jedem Fall als Referenz für künftige Geschäfte nützlich sein. „Ich kann bestätigen, dass die Zuschläge erteilt worden sind“, sagte eine Sprecherin der staatlichen Finanzagentur. Namen nannte sie nicht.

Die Vergabe umfasst zwei Lose: eines für börsennotierte Unternehmen, dem nun ein Pool von sechs Beraterparteien dient. Insidern zufolge sind unter ihnen Lazard, Rothschild, Deloitte und ein Tandem aus Lincoln und Oliver Wyman. Im zweiten Los für nichtbörsennotierte Unternehmen sei ein Dutzend Parteien mandatiert; darunter seien KPMG, Pareto (mit der früheren Equinet), Warth & Klein Grant Thornton, Ludwig & Co. und Freitag & Co. Alle lehnten einen Kommentar ab.

Die Gesellschaften reichten Gebote auf Basis von Tagessätzen ein und haben sich nun ihren Platz im Beraterpool gesichert – aber noch keine konkreten Einzelaufträge, denn die werden von der Behörde erst noch erteilt. Wie sich die 26,5 Millionen Euro auf die beiden Lose verteilen, ist noch nicht ausgemacht. Der WSF ist einer der Instrumente, mit denen der Bund die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft mildern will. Die Berater sollen die wirtschaftlichen Aussichten und die Kapitalausstattung der Unternehmen analysieren – und damit deren Fähigkeit abschätzen, Schulden zurückzuzahlen. Explizit nicht gefragt ist Rat zu Steuern, Recht oder Rechnungslegung.

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